Während Politiker oft schon das Schweigen der Waffen als Erfolg feiern, ist für die Politikwissenschaft nachhaltiger Frieden untrennbar mit sozialer Gerechtigkeit und dem Abbau von Diskriminierung verbunden. Lange Zeit wurde in Europa, insbesondere nach Ende des Zweiten Weltkriegs, der Eindruck gewonnen, Frieden sei die Norm. Allerdings weisen Fachleute wie der Politikwissenschaftler Herfried Münkler , der Archäologe Lawrence Keeley oder der Militärhistoriker Azar Gat darauf hin, dass diese Phase historisch eher eine Ausnahme darstellte und Gewalt oft der prägende Faktor menschlicher Geschichte war. Folglich ist Frieden kein Naturzustand, der einfach so existiert. Vielmehr müssen Politik und Gesellschaft kontinuierlich daran arbeiten, ihn aufrechtzuerhalten, indem Konflikte ohne Gewalt und auf Basis geltenden Rechts bearbeitet werden. Frieden als Daueraufgabe: Warum der Weg das Ziel ist Frieden ist also kein statischer Zustand, sondern ein dynamischer, fortlau...
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